Seit mehr als 40 Jahren zelebriert die Zitadellen Wirtschaft im gewaltigen Tonnengewölbe, im stilvollen Kaminzimmer, in der rustikalen Schänke und in der gemütlichen Flanke mittelalterliche Feste. Alle Räume sind liebevoll mit Deckenlüstern, Rüstungen, Hellebarden und Bildern dekoriert. Das siebengängige, mittelalterliche Menü wird auf stilvoll gedeckten Tischen von Mägden und Knechten aufgetragen.

Rustikale Tafeln biegen sich fast unter Brot und Schmalz, deftigen Vorspeisen vom Holzbrett, Spießbraten oder gewürzter Rosmarinkeule, Zimtpfläumchen mit Schmand oder flambierten Bratäpfeln mit Vanillesoße, sowie Käse mit Trauben und Radieschen. Aus Tonbechern trinkt man Hauswein, Met gibt es aus dem Bullenhorn und der Zitadellengeist wird in der Eisenkelle serviert. Die Gäste erleben unvergessliche Abende, untermalt vom Programm des Barden. Auf Wunsch stehen auch Gaukler, Hexen und Herolde zur Unterhaltung der geschätzten Gäste bereit. Zum rustikalen Sonntags-Brunch von September bis Juni unterhält der Bänkelsänger die Teilnehmer aufs Trefflichste.

Geschichte von Schloss und Zitadelle

Auf derselben Havelinsel, welche heute die Zitadelle der Festung Spandau ziert, stand vordem das »feste Schloß« oder die »Burg Spandow«. Urkundlich wird dieses Schloß bereits 1229 erwähnt, es ist aber mit Sicherheit viel früher angelegt worden und als eine Gründung Albrechts des Bären zu betrachten.

1197 ist es bereits der Sitz eines markgräflichen Vogtes, dem die askanischen Markgrafen Johann I. und Otto III. folgten. Auch die bairischen Markgrafen residierten häufig auf dem Schlosse Spandow. Am 16.12.1352 übergab Markgraf Ludwig der Römer dem Rate von Spandow sein »Haus« und die Vorburk, »das vor dem Tamm gelegen ist«. Den Räten trug er auf sie mögen die Feste »halten und an allen Notturften bewahren«… weiterlesen